Montag, 17. April 2017

DIE UNHEIMLICHE MACHT DER NINJAS (Iga ninpôchô 1982 Mitsumasa Saito


Wer auch immer Lady Ukyo besitzt, herrscht über das ganze Land. Donjo verbündet sich mit einem mächtigen Zauberer, der ihm ein Liesbeselexier mixt, welches Ukyo an Donjo binden soll. Ninja Jotaro, der die Zwillingsschwester Ukyos liebte, die zur Herstellung des Trankes sterben musste, versucht die Pläne Donjos zu durchkreuzen...


Warum man niemals eine wertvolle Teekanne verschenken sollte...

Sicherlich war das hier Erzählte 1982 schon nicht mehr neu, und auch im Härtegrad steht „Die unheimliche Macht der Ninjas“ hinter manch heftiger gearteten Werken zurück. Letztendlich ist der wilde Genre-Mix aus Eastern, Fantasy, Abenteuer, Märchen und Romantik aber trotzdem ein netter kleiner Zeitvertreib für zwischendurch geworden, der zumindest Leuten wie mir, die seltener Gast im asiatischen Kampfsportfilm sind, zu gefallen weiß. Da ich mich im Genre nicht so gut auskenne, weiß ich nicht wie innovativ die Kampfmethoden Donjos übernatürlicher Helfer sind. Somit konnte ich mich für den Säure kotzenden Einen und den „Critters“-artig Stacheln abschießenden Anderen begeistern.

Dass die eigentliche Geschichte Standard im Genre ist und die Kampfsportszenen lediglich routiniert ausgefallen sind, weiß ich auch als Ausnahmegast im Genre, letztendlich ist beides aber gut genug ausgefallen, um einen nicht ganz so ernst gemeinten Film tragen zu können. Wo andere Werke durch die Stärke des Helden bei sich ewig in Kreis drehender Story langweilen können, eben weil lediglich ständig die Gegner wechseln, da wissen die Gegner Jotaros auf gleicher Stärke, manchmal gar mächtiger zu kämpfen, so dass die Geschichte mal die gute und mal die böse Seite zum Sieger erklärt - nicht ohne am Ende den Guten ein Happy End zu bescheren, aber selbst dieses findet nur unter einem sehr großen Opfer statt.

Was der Magier von den Plänen des dümmlichen, wie machtgeilen und aufbrausenden Donjos hat, wird nie ganz klar, teilweise wähnte ich ihn für kurze Zeit als Fallensteller der guten Seite. Aber der Zauberer soll so böse sein, wie er dargestellt wird, gewinnt aber trotzdem in der Schlussszene an Sympathie, wenn er den Film mit einem humoristischen, selbstkritischen Kommentar schließt. Nicht nur er ist es, der „Ninja Wars“ (Alternativtitel) trotz der harten und halbwegs realistischen Umsetzung trotzdem zum Märchen werden lässt, auch die romantische Grundstimmung, zum Beispiel durch den Panflöte spielenden Ninja verkörpert, verweist den von Liebe und Macht handelnden Kampfsportfilm immer wieder auf das Genre Märchen, wenn auch eines für Erwachsene, mit diversen Fantasyelementen härter gezeichnet.

Viel mehr gibt es über „Death of a Ninja“ (Alternativtitel) nicht zu sagen. Manches Mal fällt der Plot etwas verwirrend aus, gerade was den Köpfetausch für die Augen europäischer Zuschauer betrifft, für welche die Asiaten schnell sehr ähnlich aussehen. An anderer Stelle geht es wiederum besonders schlicht und naiv vonstatten. Ruhige Szenen wechseln sich mit Actionmomenten ab, Einzelkämpfe mit Massenschlachten. Der im deutschen Titel hervorgehobene Begriff der Ninjas findet thematisch eher nebensächlich statt, kann auch eine reine Übersetzungsthematik der Deutschen sein. Ich weiß es nicht, der deutsche Untertitel war leider an der deutschen Synchronisation orientiert, nicht am Originalton. So oder so geht es um gut ausgebildete, über Magie verfügende Kämpfer, da interessiert es letztendlich nicht weiter ob diese sich nun Ninja nennen oder nicht.


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