Samstag, 7. Januar 2017

STINGER (2005 Martin Munthe)


Ein seit Monaten vermisstes U-Boot wird entdeckt und geborgen. Während das Bergungsteam versucht herauszufinden was hier passiert ist, tötet ein übergroßer Skorpion einen nach dem anderen...


In den Zangen der Tiefe...

Viel zu ernst stolzieren schlechte Mimen durch ein schlicht gehaltenes Set. Jegliche Fahrzeuge und Außenaufnahmen wurden am Computer animiert - freilich völlig kostengünstig, so dass das Agieren der Stereotype in dieser Produktion um so lächerlicher wirkt. Unterwasseraufnahmen meinte man aufpeppen zu müssen, indem das komplett animierte Bild wellenartig untermalt wird, womit jegliche physikalische Gesetze außer Kraft gesetzt werden. Um Echtheit zu erzeugen wurde das Bild nur noch unechter gemacht, und das ist einfach nur lachhaft.

Nun haben Produktionen wie „Lexx“ und „Megalodon“ bewiesen, dass sie auch in billigster Animation zu unterhalten wissen, Letztgenannter sogar ohne Zutun von humoristischen Elementen, „Stinger“ schafft dies jedoch nicht, schaut sich in seinem 08/15-Plot völlig langweilig, zumal keiner der Charaktere wie ein Mensch mit Charakter wirkt. Der Gebildete darf Auge im Auge mit dem Feind alle Informationen aufzählen, die er als Wissenschaftler über Skorpione weiß, bevor er ohne jegliche Gegenwehr getötet wird. Und wenn irgendeine andere Figur einmal im Ansatz so etwas wie einen individuellen Touch aufweist, wird dies auch gleich genervt von einem Crewmitglied als Schwäche bezeichnet und damit beendet. Welch trauriges Weltbild!

Wer Produktionen dieser Art kennt und zuvor besagte Computeranimation der Fahrzeuge gesichtet hat, der wird wissen dass man beim Kreaturendesign ebenso wenig zu erwarten hat. Der CGI-Skorpion ist ein Witz, strahlt nicht den geringsten Hauch Bedrohung aus, so dass selbst ein 12jähriger nach Sichten nicht unter schlaflosen Nächten leiden dürfte. „Deadly Scorpions - Hölle unter Wasser“ (Alternativtitel) erreicht nicht einmal das schlichte Ergebnis von „Scorpius Gigantus“, welcher gerade noch die Kurve Richtung Durchschnitt erreicht hat. Martin Munthe, der zuvor den sehr unbekannten „Camp Slaughter“ gedreht hat, hat mit „Deep Death - Lautlose Killer“ (Alternativtitel) das Paradebeispiel eines lustlos heruntergekurbelten Billig-Tier-Horrors abgeliefert. Schämen soll sich der Schwede, dass er als Europäer solch identifikationslosen Mist gedreht hat, für den Amerika auf dem DVD-Markt trauriger Weise bekannt ist.


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