Dienstag, 3. Januar 2017

STAR TREK 2 - INTO DARKNESS (Star Trek Into Darkness 2013 J.J. Abrams)


Die Enterprise bekommt den Auftrag mit neu entwickelten Torpedos einen verlassenen Planeten im Gebiet der Klingonen zu beschießen, da sich dort ein Terrorist aufhält. Anstatt ihn zu eliminieren nehmen sie ihn an Bord, so dass Kirks Vorgesetzter hochstpersönlich die Enterprise zum Abschuss freigibt. Bei dem Terroristen handelt es sich schließlich um keinen gewöhnlichen Menschen...


Sherlocks Zorn...

Nachdem J.J. Abrams der alten Mannschaft vom „Raumschiff Enterprise“ neu besetzt erfolgreich einen frischen Anstrich verlieh, wurde er auch für die Fortsetzung „Star Trek 2 - Into Darkness“ verpflichtet, der sich, ebenso wie der damalige zweite Kinofilm, mit der unter Fans legendären Geschichte von Khan beschäftigt. Ich, der sich trotz Freude der klassischen Enterprise-Stoffe nicht als Trekkie oder Fan bezeichnen würde, konnte weder mit der TV-Episode, noch mit ihrer Kinofortsetzung viel anfangen, empfand ich doch gerade den Film als schwächsten Beitrag der sechs Kinofilme, wohingegen die Fan-Gemeinde ihn zu einem der besten schlechthin erklärte. Dementsprechend lag ein erneuter Druck auf Abrams, aber auch diesmal gelang ihm die Modernisierung, so dass auch ich diesmal zur Khan-Thematik bestens unterhalten wurde.

Ebenso wie die neuen Gesichter der alten Mannschaft, so ist auch Khan hervorragend besetzt. Allerdings ging man bei ihm auch auf Nummer Sicher, gilt Benedict Cumberbatch seit der britischen Neuauflage des „Sherlock“-Themas doch als Star, und dass er einen Bösewicht mimen kann, hätte ich nie angezweifelt. So steht der eher charismatisch gelungenen Besetzung nun ein wahrer Schauspieler gegenüber, und der spielt gleich auch jeden an die Wand, egal wer mit ihm die Szenen teilen muss. Letztendlich ist es egal, Stoffe dieser Art leben ohnehin weit mehr von ihren Gegnern oder dem zu behebenden Problem als vom Heldentum der Stammmanschaft, dennoch wird einem beim Sichten des Filmes noch einmal bewusst wie sehr sich europäisch ausgebildete Schauspieler vom Star-Ruhm der amerikanischen Schauspielerei qualitativ unterscheiden.

Kirk, Spock und Pille wissen dennoch zu wirken, sind meiner Meinung nach wahrlich toll besetzt, Simon Pegg in der Rolle des Scotty spielt okay, drängt sich weder in den Vordergrund wie man es eigentlich von ihm gewohnt ist, noch spielt er mit vollem Elan. Einzig Chekov hat mich genervt, das kann aber auch an der Synchronstimme gelegen haben, habe ich mir die Fortsetzung vom 2009er „Star Trek“ doch in der deutschen Version angeschaut.

So oder so, „Star Trek - Into Darkness“ ist ein erstaunlich kurzweiliger Film geworden, dem man seine zwei Stunden Laufzeit nicht ansieht. 45 Minuten vor Schluss dachte ich, dass die Vorgeschichte nun beendet sei, dabei folgte dem nur noch ein längeres Finale, so flott guckte sich der Film für mich. Zwar muss man gerade im letzten Drittel einiges an Unsinnigkeiten erdulden, die Autoren dachten wohl wenn ordentlich die Post abgeht muss man nicht mehr auf Logik achten, aber zumindest verdanken wir einer ihrer Unsinnigkeiten auch eine faszinierende Idee, die dementsprechend im Fantasy- anstatt im Science Fiction-Bereich angesiedelt ist. Es handelt sich um jene Szene, in der sich zwei Raumschiffe bei Warp-Geschwindigkeit eine Verfolgungsjagd liefern. Zwar vermisst man bei dieser das naheliegend logisch leichte Entkommen aus einer solchen Situation, aber das Unterhaltungshoch gibt Abrams Recht, also was soll man da auf hohem Niveau meckern.

Von daher freue ich mich schon auf die bereits erschienene Fortsetzung „Star Trek 3 - Beyond“, hat der hier besprochene Film doch bewiesen, dass der Anspruch und die Qualität des ersten Teils keine Eintagsfliege war. Aufgrund der Verjüngung der Mannschaft hatte ich tatsächlich meine Zweifel, was auch erklärt warum ich mich so lange nicht an Teil 2 herangetraut habe. Erst Abrams ebenfalls gelungene Wiedererweckung des Konkurrenzproduktes mit „Star Wars 7 - Das Erwachen der Macht“ machte mir Mut einzuschalten, und nach der längeren Pause zu Teil 1 merkte ich auch erst, wie sehr ich vergessen hatte wie gut die neue Mannschaft besetzt ist, gerade mit Zachari Quinto als Spock, in dem man immer einen Hauch Jesse Eisenberg zu sehen glaubt. Also von meiner Seite aus gibt es für den höchst kurzweiligen „Star Trek 2 - Into Darkness“ ganz klar einen Daumen nach oben. Hier könnten sogar Fremde des Star Trek-Universums einen glücklichen Einstieg finden.


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Kommentare:

  1. Ich mag die Neuauflage der Star Trek Reihe auch ganz gern. Schönes rundes Popcornkino und hier ja mit Khan auch ein schöner böser Gegenspieler. Mittlerweile muss ich JJ Abrams doch zugestehen revitalisierende Wirkung auf alte Franchises zu haben.

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  2. Ja, empfinde ich auch so. Es wäre schön er hätte "Super 8" erst jetzt gedreht.

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