Montag, 2. Januar 2017

CYBER TRACKER 2 - DIE RÜCKKEHR (Cyber Tracker 2 1995 Richard Peppin)


Unter der Mithilfe lokaler Politiker missbraucht ein Konzern die eigentlich für den Polizeieinsatz eingesetzte Cyborgtechnik und erschafft Doppelgänger, die terroristische Anschläge verüben. Den ersten davon begeht ein Roboter vor den Augen der Welt, der wie die Frau von Agent Eric aussieht. Dieser macht sich sofort dran ihre Unschuld zu beweisen. Schnell wird er dabei selbst zum Gejagten...


Der Terror von Übermorgen...

Der nur ein Jahr nach dem nicht sonderlich beliebten Teil 1 nachgereichte „Cyber Tracker 2“ ist freilich wieder kostengünstig umgesetzt und lediglich als schnelle Nummer für den Videomarkt produziert. Als Fortsetzung funktioniert er aber eigentlich recht gut. Die wichtigsten Mimen sind wieder mit an Bord, was sicherlich nicht schwer war, bei dieser Truppe Leute, die froh um jeden bezahlten Job im Filmgewerbe war, Pepins zweiter Streich besitzt aber auch weitere positive Elemente.

Zum einen hätten wir die an „Futureworld“ angelehnte Idee der Doppelgänger, die der Geschichte mehr Schwung beschert als die etwas monotoner ausgefallene Story des Vorgängers. Und auch den Darstellern mit ihrer abwechslungsreicheren Arbeit in Doppelrollen beschert dieser Aspekt mehr Spaß am Set, was man am unverkrampfteren Spiel vieler Beteiligter sieht. Don „The Dragon“ Wilson ist zudem diesmal zusammen mit Richard Pepin als Produzent mit an Bord, und da mehr Geld für Actionszenen vorhanden war, lassen diese es nun öfter und professioneller krachen als zuvor.

Dass „Terminator 2“ noch immer in aller Munde war, merkt man wenn dreist die legendäre Autoverfolgungsjagd zwischen LKW und Motorrad in leichter Abwandlung kopiert wird. Jim Maniaci fehlt freilich weiterhin alles was Schwarzenegger im professionelleren Produkt ausmachte, aber der verkommt durch die Doppelgängerthematik ohnehin noch mehr zum Hintergrunddarsteller als bereits in Teil 1. Seine Erwachungsszenen übernahm man dann auch gleich aus dem Vorgänger. U.a. nun auch gegen andere Cyborgs kämpfen zu müssen ändert nichts an der schlichten Programmierung seiner Rolle als mechanischer Gesetzeshüter. Er ballert weiterhin schutzlos drauf los und haut drauf wenn die Munition zu Ende ist. Bevor dies geschieht, darf er stets verwundert seine Waffe angucken, so als habe niemand in die Programmierung das Wissen mit eingespeichert, dass eine Waffe nur so lange schießt wie sie geladen ist.

Dies ist nur ein Beispielen von vielen wie unsinnig auch die Fortsetzung ausgefallen ist, aber das stört nicht wirklich, bei solch flotter anspruchsloser Umsetzung. Wenn man kein professionell umgesetztes Produkt erwartet, beschert dem nach Trivialkost dürstetenden Vielgucker „Cyber Tracker 2 - Die Rückkehr“ das was man sich von Stoffen dieser Art erhofft. Dass die Geschichte interessanter ausgefallen ist als die ihres Vorgängers, und dass die Mimen im direkten Vergleich eine Spur weniger verkrampft agieren, hilft dem fertigen Werk dabei sich sympathischer zu geben, so dass es nicht verwundern braucht, dass die Fortsetzung im Internet im allgemeinen besser wegkommt als Pepins erster „Cyber Tracker“.


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